+ 49 (6131) 384083 fsr@geo-international.info
Titelbild Forschungsstelle Rutschungen e.V.

Aktuelles

Fachtagung Rutschungen vom 29. bis 31. Mai 2017 in Mainz

17. WEITERBILDUNGSSEMINAR
Folgen – Forschung – Praxis
Programm

Themen
  • Modellierung von Murgängen
  • Einfluss der Wurzelkohäsion für die Standsicherheit
  • Prognose von Starkregenereignissen
  • Baupraxis: aktuelle Fels-/Hangsicherungsmaßnahmen
  • Haftung von Ingenieuren
  • Workshop: Arbeiten mit QGIS, SAGA-GIS, LIDAR-Daten und Geländemodellierung
für Mitarbeiter/innen im Bereich von
  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • Verkehrswegebau
  • Tiefbau und Siedlungsbau
  • Verwaltung, Flurbereinigung
  • Fachverbänden, Hochschulen

mit Ausstellung von Fachunternehmen.

Termin

MO 29.05.17: GIS-Weiterbildungskurs
DI 30.05.17: Fachtagung (Vorträge)
MI 31.05.17: Geländeexkursion

Teilnahmegebühren

GIS-Weiterbildungskurs (29.05.17): 50,- EUR
Fachtagung und Exkursion (30./31.05.17).: 150,- EUR

Die Gebühren beinhalten

  • einen Tagungsband
  • Verpflegung und Getränke am 29. und 30.05.17
  • und den Bustransfer zum Exkursionsziel.

Teilnehmeranzahl
GIS-Weiterbildungskurs: max. 50
Fachtagung und Exkursion: mind. 30, max. 120

Veranstaltungsorte

GIS-Weiterbildungskurs (29.05.17):
Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P)
Hermann Staudinger-Hörsaal, Raum 1.520
Ackermannweg 10
55128 Mainz

Fachtagung (30.05.17):
Johannes Gutenberg-Universität
Alte Mensa, Saal Atrium maximum,
Am Forum (Campus universitatis),
55128 Mainz

Anmeldung und Organisation

Dr. Manuel Lauterbach
Forschungsstelle Rutschungen e.V.
an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Mombacher Str. 49-53
D-55122 Mainz

fsr@geo-international.info
Tel.: +49 6131 387071 oder +49 6131 384083
Fax: +49 6131 387076

Anmeldeschluss

Freitag, 19.05.2017

Aktuelles Forschungsprojekt

Derzeit wird im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen in Bergisch Gladbach folgendes Forschungsprojekt bearbeitet:

Weiterentwicklung eines Modells zur Abschätzung rutschungsgefährdeter Gebiete entlang des Bundesfernstraßennetzes und Erstellung einer bundesweiten Gefahrenhinweiskarte

Fachtagung Rutschungen am 8. und 9. Juni 2016

16. Weiterbildungsseminar
Folgen – Forschung – Praxis
Programm

Georesources Journal 02|2016

georesources.pdf

Nachruf Prof. Dr. Edmund Krauter

(*9.6.1933 +13.1.2016)

Prof. Dr. phil. Edmund Krauter, der langjährige Vorsitzende der Forschungsstelle Rutschungen an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, verstarb am 13.1.2016 in Mainz.

Edmund Krauter wurde in Mainz geboren, verbrachte dort seine Kindheit und Schulzeit.

1956 bis 1962 studierte er Geologie in Mainz und Innsbruck. 1964 wurde er als Schüler von Prof. Heissel mit einer tektonischen Arbeit „Zur Frage der Reliefüberschiebung am Staner Joch (Östl. Karwendel, Tirol)“ in Innsbruck zum Dr. phil. promoviert.

Es folgten fast 30 Jahre im Dienst des Geologischen Landesamtes Rheinland-Pfalz in Mainz. Nach kurzen Episoden zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn in der Bodenkunde, Hydrogeologie und Lagerstättenkunde konzentrierte sich das Wirken von Edmund Krauter zunehmend auf ingenieurgeologische Fragestellungen. Schwerpunkte waren hier die Behandlung von Standsicherheitsproblemen an Böschungen und Hängen in allen denkbaren Facetten. Breiten Raum nahm die Beratung von Straßenbaubehörden, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, von Gemeinden und der Deutschen Bundesbahn ein. Zunächst als Referent für Felsmechanik tätig, wurde ihm 1979 die Leitung der Abteilung Ingenieurgeologie übertragen, 1983 folgte die Ernennung zum Geologiedirektor, 1989 zum Stellvertreter des Amtsleiters.

Die Lehrtätigkeit von Edmund Krauter begann 1971 mit der Erteilung eines Lehrauftrages für das Fach Ingenieurgeologie an der Universität Mainz. 1981 erfolgte die Habilitation im Fach Geologie mit einer Arbeit über die „Mechanik von Massenbewegungen an Hängen und ihre Stabilisierung“, 1983 die Ernennung zum apl. Professor. Annähernd hundert Diplomanden und Doktoranden sind dankbar für die praxisorientierte Themenvergabe und Betreuung von Examensarbeiten. Forschungsaktivitäten führten Edmund Krauter auch in andere Erdteile. Zu nennen sind vor allem die Länder Ecuador, Nepal und China.

Von 1989 bis 2000 war er Leiter der gemeinsamen Fachsektion Ingenieurgeologie der DGGT und der Deutschen Geologischen Gesellschaft (seit 2004: Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften e.V., seit 2015: Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung e.V. – DGGV), Mitglied verschiedener Arbeitskreise und Kommissions-Mitglied der IAEG.

Die Versetzung in den Ruhestand 1994 bedeutete keineswegs eine Zäsur in den Aktivitäten von Edmund Krauter. Im Jahr 1997 gründete er die „Forschungsstelle für Rutschungen an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz“, die eng mit den geowissenschaftlichen Fachbereichen der Universität Mainz zusammenarbeitet. Als Vorsitzender der FSR war er maßgeblich an Forschungsprojekten wie etwa die „Weiterentwicklung eines Modells zur Abschätzung rutschungsgefährdeter Gebiete entlang des Bundesfernstraßennetzes und Erstellung einer bundesweiten Gefahrenhinweiskarte“ im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen beteiligt. Seinem beharrlichen Engagement ist es zu verdanken, dass seit dem Jahr 2001 jährlich bis heute das Weiterbildungsseminar „Fachtagung Rutschungen“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erfolgreich durchgeführt wird.

Seine Beratungstätigkeit führte er in dem von ihm 1997 in Mainz mitgegründeten Büro geo-international weiter, dessen Partner er bis 2008 und Mitarbeiter bis 2016 war.

Seine Schüler und Kollegen erinnern sich gerne an einen freundlichen, weltoffenen, optimistischen, kommunikativen, aber auch rastlosen Menschen, der seine Schaffenskraft in hohem Maße der Ingenieurgeologie gewidmet hat.

Friedrich Häfner / Johannes Feuerbach